Binäre Optionen Steuern und Versteuerung – fallen welche an?

Binäre Optionen Steuern und Versteuerung Wer Geld an den Finanzmärkten investiert, möchte im Falle eines Gewinns möglichst üppige Renditen erreichen. Dementsprechend sollten nicht nur die Gebühren für die Ausführung von Trades im Bereich Binärer Optionen gering ausfallen. Auch bleibt die Frage, ob neben Gebühren beim Broker Steuern an den Fiskus abzuführen sind.

Binäre Optionen als Kapitalgeschäft bewertet

Die Antwort: ein eindeutiges Ja. In Deutschland sind aus Finanzgeschäften erwirtschaftete Gewinne steuerpflichtig, als Glücksspiel werden Binäre Optionen unseres Wissens nach nicht eingestuft. Somit müssen sich Händler binärer Optionen um die Versteuerung ihrer Erträge kümmern. Der deutsche Gesetzgeber nimmt Anlegern einen Teil der Arbeit ab. Haben Broker und Banken ihren Sitz in Deutschland, erfolgt die Steuerberechnung in Form der Abgeltungssteuer direkt über die Anbieter.

Ausländische Broker? Trader sind für Versteuerung verantwortlich

Das Problem bei virtuellen Brokern: Die Mehrheit hat ihren Unternehmenssitz außerhalb Deutschlands. Dies führt dazu, dass Trader selbst für die korrekte Versteuerung sorgen müssen, um nicht in den Verdacht einer Steuerhinterziehung zu geraten. Entlastung finden Kunden von Handelsplattformen, die über Niederlassungen in Deutschland verfügen. Sie übermitteln auf Wunsch den so genannten Freistellungsauftrag. Ob es auch betrügerische Broker gibt, können Sie hier nachlesen. Auf was achten für einen seriösen Broker?

icon_25Abschlagssteuer und Solidaritätszuschlag

Fotolia_43422982_Subscription_XXLDie Steuerberechnung als solche ist aufgrund der inzwischen geltenden Abschlagssteuer in Deutschland auch für Trader vergleichsweise einfach. Die eigentliche Steuerpauschale liegt bei 25 Prozent. Weiterhin muss der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent als ergänzende Kapitalertragssteuer abgeführt werden. Für manchen Steuerzahler gelten Ausnahmeregelungen beim Steuersatz.

Freibeträge senken die Steuerbelastung

Wie in den meisten Steuer-Fragen kommt der Gesetzgeber den Steuerzahlern auch bei der Steuer auf Einnahmen aus Binären Optionen mit einer finanziellen Entlastung entgegen. Hier kommt wie bei allen Geldanlagen der so genannte Sparer-Pauschbetrag zum Tragen. Dieser liegt bei Alleinstehenden bei 801,00 Euro, bei verheirateten Paaren gilt entsprechend die doppelte Summe in Höhe von 1.602,00 Euro.

Finanzprofis bringen Steuer-Gewissheit

Händler, die mit binären Optionen Erträge erzielen, geben diese auf der KAP-Anlage in der Einkommenssteuererklärung an. Da die binären Optionen noch ein recht junges Thema für Privatanleger sind, kann eine Beratung beim Steuerberater sinnvoll sein, um die richtige Vorgehensweise zu wählen. Denn auch bei den Finanzbehörden herrscht nicht immer gleich Klarheit, wie es um Gewinn-Versteuerung steht.